Einsatz #16 – Erster Einsatz für die „Cobra“ beim Großbrand in Wunstorf

Einsatzinfos

  • Alarmierungszeit: 23:39 Uhr
  • Einsatzstichwort: b3
  • Einsatzadresse: Luther Weg
  • Einsatzort: Wunstorf

Seit Sonntagabend waren wir gemeinsam mit zahlreichen weiteren Feuerwehren und Hilfsorganisationen bei einem Großbrand auf dem ehemaligen Vion-Gelände in Wunstorf im Einsatz.

Gegen 23:15 Uhr wurden die ersten Einsatzkräfte alarmiert. Bereits beim Eintreffen stand eine Lagerhalle in weiten Teilen in Flammen. Dichter Rauch und meterhohe Flammen waren weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar. Aufgrund des schnellen Brandverlaufs wurde die Alarmstufe frühzeitig erhöht und zahlreiche weitere Kräfte nachalarmiert.

Wir unterstützten die umfangreichen Löscharbeiten mit unserem Tanklöschfahrzeug sowie mehreren Einsatzkräften vor Ort. Auch für die ELO waren wir vor Ort tätig und unterstützten die Einsatzleitung. Für unsere Ortsfeuerwehr war dieser Einsatz außerdem eine besondere Premiere: Erstmals kam unser neues Hochdruck-Schneid- und Löschsystem „Cobra“ unter realen Einsatzbedingungen zum Einsatz.

Mit der Cobra konnten wir gezielt schwer erreichbare Bereiche des Gebäudes bekämpfen und Wasser in betroffene Gebäudeteile einbringen, ohne dass Einsatzkräfte diese unmittelbar betreten mussten. Das System unterstützte die Brandbekämpfung wirkungsvoll und stellte für uns einen wichtigen Einsatz der neuen Technik dar.

Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte aus verschiedenen Städten und Gemeinden an den Maßnahmen beteiligt. Neben mehreren Drehleitern kamen unter anderem Spezialkräfte zur Wasserförderung, die Drohneneinheit der Regionsfeuerwehr Hannover sowie Fachberater des THW zum Einsatz.

Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurden mehrere Kilometer Schlauchleitungen aufgebaut. Zusätzlich wurden Messungen der Luftqualität durchgeführt. Dabei konnten keine gesundheitsgefährdenden Werte festgestellt werden.

Der Einsatz zog sich bis in den Montagabend hinein. Neben den umfangreichen Löscharbeiten mussten Teile des Gebäudes kontrolliert zurückgebaut werden, um weitere Gefahren auszuschließen. Nach rund 19 Stunden konnte schließlich „Feuer aus“ gemeldet werden.

Wir bedanken uns bei allen eingesetzten Kräften für die professionelle und kameradschaftliche Zusammenarbeit während dieses außergewöhnlichen Einsatzes.