GAMS-Einsatzübung in Großenheidorn

Was passiert, wenn gefährliche Stoffe austreten? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Großenheidorn bei einer realitätsnahen GAMS-Einsatzübung.

Angenommen wurde ein Verkehrsunfall im Bereich Bordenauer Weg. Ein Pkw mit Anhänger war von der Fahrbahn abgekommen. Auf dem Anhänger befanden sich die Gefahrstoffe Chlor und Essigreiniger. Durch die fiktive Vermischung der Stoffe entstand giftiges Chlorgas. Zwei verletzte Personen mussten unter entsprechenden Schutzmaßnahmen aus dem Gefahrenbereich gerettet werden.

Im weiteren Verlauf wurden die ausgetretenen Stoffe erkundet. Aufgrund der angenommenen Lage wurde anschließend fiktiv der Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Wunstorf zur Unterstützung nachalarmiert.

Grundlage für das Vorgehen der ersten Einsatzkräfte ist das sogenannte GAMS-Prinzip. Die Abkürzung steht für Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung durchführen und Spezialkräfte anfordern. Dieses strukturierte Vorgehen ermöglicht es, bei Gefahrguteinsätzen schnell und sicher die richtigen Maßnahmen einzuleiten, bis spezialisierte Kräfte die Einsatzstelle übernehmen.

Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Fortbildung. Sie helfen dabei, Einsatzabläufe zu festigen, die Zusammenarbeit zu trainieren und im Ernstfall schnell sowie sicher handeln zu können.

Hinweis: Bei der Übung handelte es sich um ein fiktives Einsatzszenario. Die ausgetretenen Flüssigkeiten bestanden ausschließlich aus Wasser. Zu keiner Zeit bestand eine Gefahr für Menschen oder die Umwelt.